Checkliste Schwangerschaft: Diese 10 Anträge und Fristen sollten Sie vor der Geburt kennen
- 3. Juni
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Von Hebammensuche über Mutterschaftsgeld bis Elterngeld: Diese praktische Übersicht hilft Ihnen dabei, wichtige Anträge, Fristen und Vorbereitungen in der Schwangerschaft rechtzeitig im Blick zu behalten.
Eine Schwangerschaft bringt Vorfreude, aber auch viele organisatorische Fragen mit sich. Welche Anträge sind wichtig? Welche Fristen sollte ich kennen? Und was kann ich bereits vor der Geburt vorbereiten?
In unserer Beratung erleben wir häufig, dass werdende Eltern erst kurz vor der Geburt erfahren, welche Leistungen ihnen zustehen oder welche Unterlagen benötigt werden. Mit dieser Übersicht möchten wir Ihnen helfen, den Überblick zu behalten. Diese Checkliste Schwangerschaft unterstützt werdende Eltern dabei, wichtige Schritte rechtzeitig zu planen und den Überblick zu behalten.
Checkliste Schwangerschaft: Die wichtigsten Anträge und Fristen im Überblick
1. Hebamme möglichst früh suchen
Hebammen sind vielerorts knapp. Deshalb lohnt es sich, bereits zu Beginn der Schwangerschaft mit der Suche zu beginnen.
Eine Hebamme kann Sie während der Schwangerschaft, im Wochenbett und häufig auch darüber hinaus begleiten. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Unser Tipp: Warten Sie nicht bis zum letzten Schwangerschaftsdrittel. Je früher Sie suchen, desto größer ist die Auswahl.
2. Geburtsort auswählen
Überlegen Sie frühzeitig:
Möchten Sie in einer Klinik entbinden?
Kommt ein Geburtshaus infrage?
Ist eine Hausgeburt für Sie eine Option?
Informieren Sie sich über die Angebote in Ihrer Region und erkundigen Sie sich nach möglichen Anmeldefristen.
3. Kinderärztliche Praxis suchen
Für die ersten Vorsorgeuntersuchungen benötigen Sie eine kinderärztliche Praxis.
Besonders die U3-Untersuchung findet in der Regel bereits wenige Wochen nach der Geburt statt. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich schon während der Schwangerschaft um einen Platz zu kümmern.
4. Finanzielle Hilfen prüfen
Viele Familien wissen nicht, dass bereits während der Schwangerschaft finanzielle Unterstützung möglich sein kann.
Je nach persönlicher Situation kommen beispielsweise infrage:
Mehrbedarf in der Schwangerschaft bei Bürgergeldbezug
Zuschüsse für Schwangerschaftskleidung
Babyerstausstattung
Leistungen der Bundesstiftung Mutter und Kind
Wichtig: Bei einigen Leistungen gilt der Grundsatz:
➡️ Erst Antrag stellen – dann größere Anschaffungen machen.
5. Mutterschaftsgeld beantragen
Mutterschaftsgeld wird nicht automatisch ausgezahlt.
Gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen sollten sich rechtzeitig bei ihrer Krankenkasse informieren. Die erforderliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin erhalten Sie von Ihrer frauenärztlichen Praxis.
Die Beantragung ist in der Regel etwa sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin möglich.
6. Elternzeit rechtzeitig anmelden
Wer nach der Geburt Elternzeit nehmen möchte, muss bestimmte Fristen beachten.
Die Anmeldung beim Arbeitgeber muss spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit erfolgen.
Viele Eltern verschieben dieses Thema bis kurz vor der Geburt. Dabei kann eine frühzeitige Planung viel Stress vermeiden.
7. Elterngeld schon vor der Geburt vorbereiten
Der Elterngeldantrag kann zwar erst nach der Geburt gestellt werden, dennoch lohnt es sich, bereits vorher Unterlagen zusammenzustellen.
Dazu gehören beispielsweise:
Einkommensnachweise
Personalausweis
Steueridentifikationsnummer
Nachweise über Mutterschaftsgeld
Arbeitgeberbescheinigungen
Je besser die Vorbereitung, desto schneller kann der Antrag später eingereicht werden.
8. Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung klären
Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, sollten sie sich frühzeitig über folgende Themen informieren:
Vaterschaftsanerkennung
Gemeinsame Sorgeerklärung
Beides kann häufig bereits vor der Geburt beim Jugendamt vorbereitet werden.
Dadurch lassen sich spätere Behördengänge oft vereinfachen.
9. Eine Unterlagenmappe anlegen
Ein einfacher Ordner kann viel Zeit sparen.
Bewahren Sie wichtige Unterlagen an einem Ort auf:
✅ Mutterpass
✅ Krankenversicherungskarte
✅ Ausweise
✅ Geburtsurkunden
✅ Einkommensnachweise
✅ Mietvertrag
✅ Bescheide von Behörden
Nach der Geburt kommen weitere Unterlagen hinzu, beispielsweise die Geburtsurkunde des Kindes.
10. Die ersten Schritte nach der Geburt kennen
Auch wenn Sie sich jetzt noch mitten in der Schwangerschaft befinden, lohnt sich ein Blick auf die Zeit nach der Geburt.
Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:
Geburt beim Standesamt anmelden
Kind bei der Krankenkasse anmelden
Kindergeld beantragen
Elterngeld beantragen
gegebenenfalls Unterhaltsvorschuss prüfen
Wer diese Punkte bereits kennt, startet entspannter in die erste Zeit mit dem Baby.
Fazit
Eine Schwangerschaft bringt viele Veränderungen mit sich. Neben der Vorfreude auf das Baby gibt es zahlreiche organisatorische Themen zu beachten. Wer wichtige Fristen kennt, Unterlagen frühzeitig sammelt und sich rechtzeitig beraten lässt, kann viele Probleme vermeiden.


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